Das auf die Herstellung pharmazeutischer Zwischenprodukte spezialisierte Unternehmen litt einst unter der starken Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten für wichtige Rohstoffe (ein spezielles Lösungsmittel) und sah sich mit Problemen wie starken Preisschwankungen und instabilen Lieferzyklen konfrontiert. Im Jahr 2022 führte die Stilllegung des vorgelagerten Werks aufgrund von Wartungsarbeiten zu Rohstoffengpässen und in der Folge zur Unterbrechung von drei Produktionslinien. Um die Schwachstellen in der Lieferkette zu beheben, startete das Unternehmen ein Projekt zur Optimierung der Lieferkette: Auf der vorgelagerten Seite integrierte es zwölf hochwertige globale Lieferanten (aus Europa, Amerika und Südostasien), etablierte ein hierarchisches Bewertungssystem, wählte drei Kernlieferanten und fünf Ersatzlieferanten anhand von Produktionskapazitätsstabilität, Qualitätskonformität und regulatorischen Qualifikationen aus und schloss langfristige Rahmenverträge ab, um das grundlegende Beschaffungsvolumen zu sichern. Auf der mittleren Seite implementierte es ein intelligentes Bestandsmanagementsystem mit einem dynamischen Frühwarnsystem, das auf Produktionsplänen, Rohstoffverbrauchsraten und Marktveränderungen basiert und sichere Bestandsgrenzen festlegt, um Rohstoffüberbestände oder -engpässe zu vermeiden. Das Unternehmen errichtete zudem zwei Gefahrstofflager in Ost- und Südchina, um ein zentrales Rohstoffmanagement und eine bedarfsgerechte Zuteilung zu gewährleisten. Auf der nachgelagerten Ebene stärkte es seine Verhandlungsposition durch Gruppenbeschaffung, indem es den eigenen Bedarf und den von drei Partnerunternehmen bündelte und so die Beschaffungskosten für Kernrohstoffe um 15 % senkte. Gleichzeitig wurde ein Frühwarnsystem für Preisschwankungen eingeführt, um einen Teil der Rohstoffpreisrisiken mithilfe von Termingeschäften abzusichern. Nach diesen Optimierungen sank die Unterbrechungsrate der Rohstoffversorgung von 12 % auf 2 %, und der Lieferzyklus verkürzte sich um 30 %. Selbst während des weltweiten Anstiegs der chemischen Rohstoffpreise im Jahr 2023 konnte das Unternehmen die Produktion aufrechterhalten und stabile Produktpreise gewährleisten, wobei die Kundenbindungsrate auf 95 % stieg.