Umweltfreundlicher Ersatz durch salzfreie Waschmittelformulierungen

Da in 16 US-Bundesstaaten der Verkauf von Haushaltsgeschirrspülmitteln mit einem Salzgehalt von über 0,5 % verboten ist (herkömmliche anorganische Salze führen zur Eutrophierung von Gewässern), stehen globale Chemieunternehmen unter Druck, alternative Rohstoffe zu finden. Als Lieferant chemischer Rohstoffe muss BASF alternative Formulierungen entwickeln, die sowohl Reinigungsleistung als auch Umweltverträglichkeit bieten. Die Division Care Chemicals des Unternehmens hat ein Forschungs- und Entwicklungsteam eingerichtet, das sich auf umweltfreundliche Inhaltsstoffe als Ersatz für herkömmliches Polycarbonatpulver konzentriert. Mithilfe der Statistiksoftware JMP führte das Team ein mehrfaktorielles Versuchsdesign durch, um die Synergieeffekte von sieben Komponenten, darunter Chelatbildner, Polymere und Gerüststoffe, zu bewerten. Durch ein dreistufiges Mischungsdesign simulierte das Team reale Reinigungsszenarien (z. B. die Entfernung von Ei-, Getreide- und Soßenresten von Geschirr), führte Leistungstests durch und erstellte Datenmodellierungen für verschiedene Formulierungskombinationen. Dies verkürzte nicht nur die Versuchsplanungszeit um 75 %, sondern identifizierte auch präzise die optimale Formulierung mit dem Chelatbildner Trilon® M als zentralem Bestandteil. Die Formel enthält keine herkömmlichen, salzhaltigen Inhaltsstoffe, erzielt eine gleichwertige Reinigungswirkung wie salzhaltige Produkte und ist das erste Produkt seiner Art, das vom US-amerikanischen EPA-Programm „Design for the Environment“ (DfE) zertifiziert wurde. Es wird weltweit erfolgreich an zahlreiche Konsumgüter- und Reinigungsunternehmen geliefert und unterstützt Kunden bei der Einhaltung von Umweltauflagen, während gleichzeitig der Marktanteil von BASF im Bereich umweltfreundlicher Rohstoffe ausgebaut wird.

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