Umweltfreundliche Aufwertung von Lösungsmitteln mit hohem VOC-Gehalt

Mit der Verschärfung der nationalen Richtlinien zur Reduzierung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) im Rahmen des 14. Fünfjahresplans sahen sich die vom Rohstoffhersteller für Beschichtungen produzierten, traditionellen ölbasierenden Lösemittel (VOC-Gehalt über 800 g/l) mit Marktzugangsbeschränkungen konfrontiert. Gleichzeitig suchten nachgelagerte Abnehmer von Beschichtungen aufgrund des Umweltdrucks aktiv nach umweltfreundlichen Alternativrohstoffen. Das Unternehmen initiierte daraufhin ein Projekt zur ökologischen Transformation: Zunächst wurde eine Analyse der Umweltverträglichkeit der bestehenden Produkte durchgeführt, wobei die VOC-reichen Lösemittel als zentrales Risiko identifiziert wurden. Anschließend wurde ein Forschungs- und Entwicklungsteam eingerichtet, um alternative Rohstoffe zu prüfen und schließlich ein umweltfreundliches Lösemittelsystem auf Basis von Acrylat auf Wasserbasis zu entwickeln. Durch die Anpassung der Rezepturverhältnisse und die Optimierung der Reaktionsprozesse (z. B. durch Reduzierung der Reaktionstemperatur und Einführung neuer Katalysatoren) konnte die Kompatibilität zwischen den alternativen Rohstoffen und den bestehenden Produktionsanlagen sichergestellt werden. So wurde gewährleistet, dass die Produktleistung (z. B. Löslichkeit, Trocknungsgeschwindigkeit, Haftung) der von traditionellen Lösemitteln entspricht. Parallel dazu modernisierte das Unternehmen seine Produktionsanlagen, führte geschlossene Rückgewinnungssysteme zur Wiederverwertung geringer Mengen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) ein, die bei Reaktionen entstehen, und installierte Abgasreinigungsanlagen, um die Abgaskonzentration auf unter 10 mg/m³ zu senken. Es unterstützte zudem nachgelagerte Kunden bei der Anpassung ihrer Beschichtungsrezepturen und bot technische Beratung, um die Verwendung alternativer Rohstoffe zu gewährleisten. Nach der Umstrukturierung sank der VOC-Gehalt der Produkte unter 50 g/l, wodurch die nationalen Umweltstandards erfüllt und die RoHS- und REACH-Zertifizierungen erhalten wurden. Das Unternehmen eliminierte nicht nur das Risiko von Umweltstrafen, sondern erschloss auch neue Märkte wie Beschichtungen für Elektrofahrzeuge und Innenraumbeschichtungen. Der Umsatzanteil umweltfreundlicher Produkte stieg von 30 % auf 75 %, der Jahresumsatz wuchs um 28 %.

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