Ausweitung der Compliance in südostasiatischen Märkten

Das auf den Export von Gummi- und Kunststoffadditiven spezialisierte Unternehmen stieß 2020 bei dem Versuch, in den südostasiatischen Markt zu expandieren, aufgrund mangelnder Kenntnisse der lokalen Vorschriften auf erhebliche Schwierigkeiten: Die erste Warenlieferung wurde zurückgehalten, da die Sicherheitsdatenblätter nicht den ASEAN-Standards entsprachen. Nachfolgende Produkte konnten aufgrund unvollständiger Registrierung der Rohstoffzusammensetzung nicht auf den indonesischen Markt gelangen, was zu direkten Verlusten von über 2 Millionen Yuan führte. Um grenzüberschreitende Handelshemmnisse zu überwinden, initiierte das Unternehmen ein Projekt zum Aufbau eines Compliance-Systems: Ein professionelles Compliance-Team wurde eingerichtet, um die Marktzugangsbestimmungen für chemische Produkte in südostasiatischen Ländern (wie die indonesischen SNI-Standards und die malaysischen Anforderungen an die Sicherheitsdatenblatt-Zertifizierung) eingehend zu analysieren und Verbotsklauseln sowie einschränkende Indikatoren (wie z. B. Schwermetallgrenzwerte für bestimmte Gummi- und Kunststoffadditive) zu identifizieren. Für verschiedene Zielmärkte wurden maßgeschneiderte Vorlagen für Compliance-Dokumente entwickelt, darunter international standardisierte Sicherheitsdatenblätter, Komponentenanalysen, Ursprungszeugnisse und Produkthandbücher in den jeweiligen Landessprachen, um sicherzustellen, dass die Dokumentinformationen den Richtlinienanforderungen präzise entsprachen. Es wurde eine strategische Zusammenarbeit mit professionellen Zollabfertigungsagenturen an wichtigen südostasiatischen Häfen (Jakarta, Port Klang) etabliert. Dabei wurden Anmeldeverfahren und Inspektionsprioritäten im Voraus kommuniziert und Anfragen zu Dokumentenergänzungen und Komponentenerklärungen während der Zollabfertigung umgehend beantwortet. Parallel dazu wurden die grenzüberschreitenden Logistiklösungen optimiert. Dazu wurden Logistikunternehmen mit Qualifikation für den Transport gefährlicher Chemikalien ausgewählt, Transportrouten unter Vermeidung gesperrter Straßen festgelegt und eine Transportversicherung zur Risikominderung abgeschlossen. Nach der Verbesserung des Compliance-Systems verkürzte sich der Zollabfertigungszyklus des Unternehmens von durchschnittlich 21 auf 7 Tage, und die Wartezeitquote sank von 28 % auf 3 %. Das Unternehmen expandierte erfolgreich in sechs südostasiatische Märkte, darunter Indonesien, Malaysia und Thailand. Der Umsatz in Südostasien machte 2023 35 % des Gesamtumsatzes aus und entwickelte sich zum wichtigsten Wachstumstreiber.

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